TTV Otterstadt – TTC Herren I 9:7

Nicht auf der Höhe

Bitter und unförmig war die Pille, die zu schlucken war. Nicht in Topform aber immerhin mit einer Topfform im Gepäck, vielleicht jene eines Gugelhupfes, machte man sich auf in das Dorf, das wie kein anderes einen Bezug zu possierlichen kleinen Wassernagern hat. Ob der Name von der Otterzucht oder der reinen Bewunderung für dieses behändige, spitzbübische Tier herrührt, war leider nicht herauszufinden. Nach den Doppeln lagen die Herxheimer mit 2:1 zurück. Den weiteren Spielverlauf kann man sich wie folgt vorstellen. 2 Kinder spielen Fangen, rennen aber gar nicht voreinander weg, sondern geben die Aufgabe zu fangen immer wieder weiter. „Du bist! Nein du bist! Nö, du bist! Nee, du! Du! Du! Duuuuuuuuu! Die Herxheimer hielten dieses nervenaufreibende Spiel bis zum 7:7 durch, dann entschied die Form, die bei den Otterstädtern an diesem Abend einfach besser (eingefettet) war. Sie entschieden das letzte Einzel und das Schlussdoppel gegen mittelprächtig aufgelegte Herxheimer.

TTC Burrweiler II – TTC Herxheim 8:8

Wie ein Bum-bum-bum-bum-Bumerang

Im letzten Spiel der Vorrunde war die Spannung in der Halle wohl kaum noch zu überbieten, außer vielleicht Rex Gildo hätte ein paar Hossas durch die Stereoanlage geschmettert. Ohne Klor ging es zum Tabellenführer nach Burrweiler. Mangels Kapitän sinkt ein Schiff üblicherweise mag man denken, doch weit gefehlt. Der findige Klor hatte die Aufstellung zuvor per Brieftaube verschickt und so konnte man durch Gurrlaute besänftigt, in das Dienstagsmatch starten und zudem unnötige Portokosten umgehen. Erwartet stark trumpfte Burrweiler auf und ging nach den Doppeln mit 2:1 in Führung. Nur Malthaner & Hahnfeld konnten ihr Doppel nach Hause bringen. Im Anschluss an die Doppel, gewannen die Herxheimer auf wundersame Weise 5 Einzel in Folge. Hahnfeld, Ehmer, Spahn, Behr und Flock spielten fantastisch auf und brachten die Mannschaft mit 2:6 in eine fast schon zu komfortable Position. Doch weit gefehlt, denn den Burrweiler Sportsmännern gelang das gleiche Meisterstück, auch sie vermochten es 5 Punkte in Serie in das Herxheimer Gebälk zu hämmern. Spannungs- als auch zimmermannschtechnisch der Wahnsinn. Das Blatt wandte sich nach fast schon eindeutiger Führung also wieder gegen die Herxheimer, die sich zu diesem Zeitpunkt vielleicht schon etwas zu sicher waren, man lag jetzt wieder mit 6:7 zurück. Rolf Malthaner blieb von dieser Schicksalswendung unbeeindruckt und glich zum 7:7 aus. Die letzten Punkte wurden durch Flock im Einzel und Malthaner & Hahnfeld im Schlussdoppel ausgespielt. Wieder starteten die Herxheimer stark und gingen jeweils mit 2:0 Sätzen in beiden Spielen in Führung. Doch der TTC Burrweiler ist anscheinend im Umgang mit dem Bumerang äußerst geschult, sie kamen nämlich schon wieder zurück und glichen in beiden Spielen auf 2:2 aus. Nun war Burrweiler im Vorteil und nutzte die Gunst der Stunde. Das Schlussdoppel gewannen die Gegner im 5. Satz noch bevor Flock sein Einzel beendet hatte. Doch das Bumerangspiel ist auch in Herxheim ein beliebter Zeitvertreib. Flock kämpfte wie ein Besessener, lag jedoch im 5. Satz mit 7:10 hinten. Zum zweiten Mal an einem Abend war ein Erfolg wieder außer Reichweite. Doch Flock zündete alle Turbos seiner Fiesta Mexicana und gewann sein Spiel noch mit 12:10. 

Herzlichen Dank an die Burer Sportsmänner, für die Verlegung des Spiels auf Dienstag und dieses unglaublich spannende Duell. Zum Ende der Vorrunde positionieren sich die vom Klassenerhalt träumenden Herren auf einem sagenhaften 4. Platz zusammen mit dem TTV Otterstadt. 

TTC Speyer I – TTC Herren I 2:9

Furios, fulminant und flexibel agierte die erste Herrenmannschaft in Speyer. Mit Bernd Hasenhündl (aka Berndberndbernd) im Gepäck, konnte man mit einem hohen Maß an Routine auftrumpfen. Nicht ganz so fulminant wie gewünscht verliefen die Doppel. Lediglich Ehmer & Malthaner mussten Federn ihres sonst doch so beflügelten Spiels lassen. In den Einzelbegegnungen verliefen die Partien unerwartet zügig. Hasenhündl konnte auf seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen und selbst nach langem Winterschlaf war er frisch wie eh und je. Er gewann sein Einzel im 5. Satz und zeigte große Ballgefühle.

In den Doppeln punkteten Hahnfeld&Klor und Flock&Hasenhündl. Einzelgewinner waren 2x Ehmer, 2x Hahnfeld. Malthaner (ein ebenfalls gefühlvoll agierender Routinier), Hasenhündel und Flock.

TTC Speyer I - TTC Herren I 2:9
Mit den Brezelbuben ist nicht zu spaßen, an der Platte spielen sie extra salzig)

TSG Deidesheim – TTC Herren I 4:9

Mit der Zwiebel als Vorbild

Zu Gast in Deidesheim waren die Herxheimer gefordert und bezogen Inspiration aus der Natur. Spahn lies sich von der Zwiebel inspirieren. Der alte Fuchs wandte den uralten Kniff der Mehrgewandschichtung an. Je nach Hallen- und Körpertemperatur entledigte er sich einer seiner vielen Kleidungsschichten und war somit fürstlich temperiert. Ähnlich einer Zwiebel schälte er auch seine Sätze nach Hause und gewann sein Einzel souverän. Ehmer gewann sein erstes Einzel mit Pfiff und voller Brillianz in 5 Sätzen. Im zweiten Einzel setzte er teilweise zu lang auf seine Abwehrkünste. Doch Marco besann sich seiner Passion, dem Herstellen von Wurstwaren. Marco band etwas zittrig beide Enden des Kaminwurzns zu und gewann auch dieses Spiel im Fünften. Flock blieb in seinem Einzel leider erfolglos. Er arbeitet derzeit mit wärmenden Winterhandschuhen und in bester Bergpumamanier an seinem Comeback. Wird er beim nächsten Mal wieder kratzen? Klor hatte ein starkes 5-Satzmatch bestritten. Er löffelte und kellte was die Traufel hergab. Mit hochspekakulären Abwehrmanövern sicherte er sich den Ball des Tages. Hahnfeld war geschmeidig wie ein Erdmännchen im Fluchtmodus. Er war teilweise zu schnell und bereits vorm Ball am Ball. Er wird nächstes Mal mit Gewichten antreten, um seine Behändigkeit zu drosseln. Behr kämpfte sich in beiden Einzeln durch mentale Eleganz und gut gewählte Auszeiten immer wieder ins Match zurück. Sein Vorbild aus der Natur war die Bergziege, welche für ihre formidable Kletterkunst bekannt ist. Mit seinen beiden gewonnenen 5-Satzkrimis setzte er dem sehr spannenden Tischtennisabend die Krone auf. 

TTC Herxheim I – VfL Bellheim I 9:2

Bergpumen am straucheln. Knapper als das Endergebnis zeigt, war der Spielverlauf dieser teilweise doch hitzigen Partie. Flock & Behr, weitläufig wegen ihrer katzenhaften Behändigkeit auch als Duett Bergpuma bekannt, mussten Punkte abgeben. In ihrem Doppel als auch im Einzel mussten sie stets gegen einen Rückstand ankämpfen. Im Doppel gelang ihnen zwar ein Comeback, der 5. Satz ging jedoch verloren. Flock kämpfte sich bergpumös ins Spiel zurück, nachdem er mehrere Matchbälle abgewehrt hatte und gewann mit überragendem Pumaspirit. Ähnlich tragischer Spielverlauf bei Behr. Auch er kam nach hohem Rückstand ins Spiel zurück, verlor aber letztendlich gegen sich selbst. Doch eines ist klar. Ein Bergpuma fällt zwar einmal eine Klippe herunter aber ein Bergpuma steht wieder auf und geht dann wieder arbeiten. Heißt soviel wie abhaken und weitermachen. Für Herxheim punkteten die Doppel Hahnfeld & Klor sowie Ehmer & Spahn. In den Einzeln holten Hahnfeld und Ehmer je 2 Punkte. Klor, Spahn und Flock je 1 Punkt. Mit diesem Erfolg festigen die Herren den 4. Tabellenplatz der Bezirksliga.

TTC Herxheim I - VfL Bellheim I 9:2
(Flock & Behr in pumöser Angriffshaltung)

SV Landau West I – TTC Herren I 3:9

Mit offenem Blouson gingen die Herxheimer in die Partie gegen Landau West. Die Doppelgiganten vom Klingbach zeigten, warum sie als Doppelgiganten vom Klingbach bekannt sind. Die ersten 3 Punkte sind der puren Doppeldominanz der Herxheimer zuzuschreiben. Ehmer, Hahnfeld und Behr legten 3 Punkte nach, jeweils wieder mit offenen Knopflöchern am Obergewand, also jeweils in 3 Sätzen. Man lehnte sich aufgrund der hohen Führung etwas zu früh zurück und die Landauer kamen auf 3:7 heran. Klor und Ehmer mussten beide ihr ganzes Können aufbieten, zusammen errangen sie die fehlenden 2 Zähler in spannenden 5-Satz Duellen. 

TTC Herxheim I – VfL Duttweiler I 4:9

Formstabil und effizient trat man dem Tabellenführer aus Duttweiler entgegen. Knapper als das Ergebnis vermuten lässt (noch knapper als der Filmhit „Knapp und Knapper“), war der tatsächliche Spielverlauf. Nach den Doppeln lag der TTC 2:1 in Führung. Fast wäre es sogar ein 3:0 geworden, wenn Flock & Behr in ihren Tunnelmodus gekommen wären. Doch kann man das Tunnelfeeling nicht erzwingen, es muss in der Luft liegen und in die Nase strömen. Ab diesem Zeitpunkt war aber klar, dass es ein Duell auf Augenhöhe werden würde. Und das war es auch. Durch die Punkte von Malthaner und Behr kam man bis auf ein 4:4 heran. Für weitere Punkte fehlte es noch ein wenig an Offensivität, das zeigt sich daran, dass alle vier 5-Satz Spiele nach Duttweiler gingen. Die Mannschaft hat sich gut gegen starke Duttweilerer behauptet. Spahn kam in seinem 5-Satzkrimi gar nicht mehr aus dem Tunnelmodus heraus, er zeigte sich von seiner stärksten Seite.

TTV Albersweiler III – TTC Herren I 5:9

Knapp wie eine Volleyballerinnenhose verlief das Spiel gegen die Herren aus Albersweiler. Enorm wichtig war das 3-Punktemanöver in den Eingangsdoppeln, es war ein Puffer gegen die 3-er Einzeloffensive von Albersweiler. Alleine aufgrund der vaselinenähnlichen Geschmeidigkeit und der Biegefähigkeit einer Palme war es den Herxheimern möglich, sich den Gegebenheiten anzupassen und das Spiel zu gewinnen. Maßgeblich für den Erfolg war Matthias Spahn, der für 3 Punkte mitverantwortlich war. Nach 4 Spieltagen positionieren sich die geschmeidigen Herren auf Position 5 der Bezirksliga.

TTV Albersweiler III - TTC Herren I 5:9

TTC Herren I – TTV Neustadt II 9:5

Den ersten Sieg der Saison brachte die erste Mannschaft am Freitag zuhause nach Hause. Quasi musste der Sieg garnicht weit laufen bis er da war, weil man ja zuhause spielte. Flock & Behr, Ehmer & Malthaner sorgten für eine frühe Führung nach den Doppeln und gossen somit das Fundament für den Erfolg. In den Einzeln zeigten Ehmer, Behr und Klor starke Leistungen und gewannen diese angriffsstark und rückschlaggewaltig. Somit standen schon einmal die Wände ihres Hauses von Glanz und Gloria. Der Gegner aus Neustadt gab alles und kam den Herxheimern gefährlich nahe, es stand zwischenzeitlich 5:4. Ehmer, Klor, Behr und Malthaner bauten jedoch in einem Rutsch das Dachgebälk mit Ziegelbedeckung auf, denn sie gewannen in ganz überzeugender Art. Das errichtete Haus der Glückseligkeit bedeutet 2 Punkte und platziert die Herxheimer im Mittelfeld der Bezirksliga. 

TTC Herren I - TTV Neustadt II 9:5
Ehmer und Behr waren exquisit aufgelegt, mit 6 erspielten Punkten waren sie richtungsweisend

TTC Herren I – TTV Otterstadt 8:8

Galaktischer Saisonstart in die Bezirksliga für Klor‘s Mannen. Den Favoriten aus Otterstadt konnte man mit einigen Tschuminos und Starkflipattacken einen Punkt abringen. Autogenes Schweisstraining, Segwayfahring und eine ausgedehnte Sommerpause haben ihre Wirkung gezeigt. Die Mannschaft war zum Saisonbeginn frisch wie eine Packung Minzpastillen. Nach den Doppeln lag man mit 1:2 zurück. Malthaner & Behr bewiesen Nervenstärke in einem 5 Satzkrimi. In der ersten Einzelrunde konnten Ehmer, Behr und Malthaner punkten, es stand 4:5 für Otterstadt. Hahnfeld, Ehmer, Spahn und Malthaner schraubten das Punktekonto in der 2. Einzelrunde auf 8:7 nach oben. Hahnfeld & Klor konnten leider nicht konstant genug aufspielen und ein möglicher Sieg ging den Herxheimern durch die Lappen. Die Freude war dennoch groß, denn das Spiel zeigte, dass man in der Klasse früh angekommen ist.